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27.01.2010 - Das österreichische Wintermärchen

Obwohl es zum Ende nicht ganz für das Halbfinale gereicht hat, begeisterten Österreichs Handballer die Massen im eigenen Land – Handball-Euphorie pur. Ausrüster JAKO ist wie immer Hautnah dabei und lässt die letzten Partien noch einmal kurz Revue passieren.

In letzter Sekunde – das Unentschieden gegen Island

Mit einer sensationellen kämpferischen Leistung überzeugten die Österreicher am Donnerstag dem 21. Januar 2010 gegen die Isländer. Diese führten kurz vor Ende der Spielzeit mit zwei Punkten. Die ÖHB-Auswahl erzielte nur 20 Sekunden vor dem Sirenenschluss den Anschlusstreffer. Dann wurde es turbulent: Die Isländer waren in Ballbesitz und „verschenkten“ den Ball durch einen Schrittfehler am Kreis der Gastgeber. Markus Wagesreiter erkannte, dass der Keeper der Isländer zu weit vor seinem Tor stand und warf zum 37:37 Endstand ein.

Großer Kampf – mit Thomas Bauer in Topform gegen Serbien

Im letzten Vorrundenspiel gegen die Serben hatten die Gastgeber Probleme in Schwung zu kommen. Nach knapp sechs Minuten gelang der erste Treffer zum 4:1 Zwischenstand. Mit der Einwechslung des zweiten Torwarts Thomas Bauer in der 17. Minute kam die Wende. Er hielt acht Angriffe der Serben in Folge und brachte seine Mannschaft somit auf Erfolgskurs. Mit drei Punkten Rückstand ging es in die Pause. In der zweiten Hälfte kämpfte sich der Lokalmatador nicht nur zurück, sondern überrannte die Gäste aus Serbien. So ging man in der 43. Minute erstmals in Führung und zog anschließend davon. Am Ende siegten die Österreicher mit 37:31 und waren damit in die Hauptrunde eingezogen.

Zu Stark – Norwegen im ersten Hauptrundenspiel zum Ende souverän

Mit 27:30 hatte man gegen Norwegen im ersten Hauptrundenspiel das Nachsehen. Die Akteure aus Norwegen erwiesen sich als stärker, cleverer und geduldiger. Dagegen griffen die Österreicher immer wieder zu überhasteten Aktionen im Angriff. Dennoch konnten sich die Skandinavier erst 10 Minuten vor Schluss mit Vier Punkten entscheidend absetzen.

Ein enormer Rückhalt war Österreichs Schlussmann Nikola Marinovic. Doch sein Gegenüber Steinar Ege war noch ein Tick stärker und brachte die Rot-Weiß-Roten vor 8.000 Zuschauern in der Wiener Stadthalle zur Verzweiflung.

Es hat nicht ganz gereicht – Niederlage gegen Kroatien

Die Österreicher kämpften nach der Niederlage gegen Norwegen um ihre letzten Halbfinal-Chancen. Jedoch scheiterte das ÖHB-Team an den umstrittenen Entscheidungen der Schiedsrichter und an vielen vergebenen Tormöglichkeiten.

Die erste Halbzeit ging knapp an Kroatien mit 11:10. In der zweiten Halbzeit gelang es Österreich immer wieder auszugleichen, aber nicht in Führung zu gehen. Kroatien gewann das Match mit 26:23.

Nun steht am 28. Januar 2010 das nächste Spiel gegen Russland auf dem Plan. Ausrüster JAKO fiebert weiter mit dem begeisternden Öffis und ihren tollen Anhänger.