20.08.2007 - Deutschlands Faustball-Nationalmannschafft ergattert sich den 3. Platz
Faustball WM 2007 - DER RÜCKBLICK
Auf den Tribünen herrschte ein rot-weiß-rotes Fahnenmeer. Zum ersten Mal haben dieFaustballer aus Österreich die Faustball-Weltmeisterschaft gewonnen. In einem überraschendeinseitigen Spiel entthronten die erstmals in ein WM-Finale eingezogenen World Games-Sieger von 2005 Brasilien mit 3:0 (20:15, 20:8, 20:11).Damit wurden die Geheimfavoriten mit dem überragenden Angriffsgespann Martin Weiss und Klemens Kronsteiner vor 8.000 jubelnden und singenden Zuschauern ihrer Rolle gerechtund brachen die bisherige Siegesserie von Deutschland und Brasilien beiWeltmeisterschaften.Österreich war bei dieser 12. Faustball-WM in Niedersachsen die absolut dominierende Mannschaft, die Spieler präsentierten sich in bester körperlicher Verfassung und mit von Beginn an unübersehbarem Siegeswillen. Das hatte im Halbfinale bereits die deutsche Mannschaft zu spüren bekommen, die ebenfalls mit 3:0 deutlich besiegt wurde. Vor dem Finale zwischen Österreich und Brasilien hatte die deutsche Nationalmannschaft in einem weitaus mitreißenderen Spiel um den dritten Platz gegen die Schweiz mit 3:1 Sätzen (20:18, 17:20, 20:14, 20:11) gewonnen und sich damit die Bronzemedaille gesichert. Nach verhaltenem und etwas unsicherem Start von beiden Seiten ging nach dem Verlust des zweiten Satzes ein sichtbarer Ruck durch die deutsche Mannschaft, die zunehmend mehr Aggressivität und Sicherheit entwickelte. Zum Matchwinner wurde Martin Becker. Als der 41-Jährige eingewechselt wurde und mit seinen wuchtigen Angaben und Schmetterschlägen für einen wahren Punktesegen sorgte, war das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld unter dem tosenden Jubel der begeisterten Fans nicht mehr von der Siegesstraße abzubringen. ?Es ist einfach ein unglaublich wichtiger Sieg, es wäre schließlich die erste WM gewesen, bei der Deutschland keine Medaille gewonnen hätte?, sagt der sichtlich erleichterte und glückliche Neuenfeld, dem die Anspannung während des Spiels zu jeder Sekunde anzusehen war. Bei den bisherigen Weltmeisterschaften hatte es neunmal Gold und zweimal Silber für das deutsche Team gegeben. In das favorisierte und sein Jahren international bestimmende Quartett mit Österreich, Brasilien, Deutschland und der Schweiz konnte aber keine der weiteren acht teilnehmenden Nationen auch nur annähernd einbrechen. In den morgendlichen Platzierungsspielen setzte sich in der Begegnung um Rang 5 Argentinien gegen Chile mit 2:1 (21:23, 20:9, 20:10) durch. Den siebten Platz bei dieser WM belegt Italien nach einem deutlichen 2:0 (20:14, 20:12) gegen Namibia.
